Mittwoch, 12 Dezember, 2018

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FAQ

Allgemeine Informationen

Was ist (kognitive) Verhaltenstherapie?

Kennzeichnend für die Verhaltenstherapie ist das lösungsorientierte, störungszentrierte Vorgehen. Die jeweiligen Probleme oder Symptome werden als Ausgangspunkt gewählt, um möglichst direkt Ihre Situation zu verbessern. Wir als Therapeuten unterstützen Sie dabei, die auf diesem Weg auftretenden Schwierigkeiten zu überwinden und sich aktiv damit auseinander zu setzen. Dazu ist in der Regel eine ausführliche Analyse der auslösenden und zugrunde liegenden Bedingungen nötig, wobei Ihre persönliche Lebensgeschichte und Ihre Erfahrungen und früheren Problemlösungsansätze mit berücksichtigt werden. Als kognitiv wird die Verhaltenstherapie deshalb bezeichnet, weil sie sich mit Ihren Kognitionen, d. h. mit Ihren Gedanken, Bewertungen und Grundüberzeugungen beschäftigt.

In der Verhaltenstherapie ist Ihre Mitarbeit auch außerhalb der eigentlichen Therapiesitzungen wichtig. Während in den Therapiegesprächen in erster Linie die zugrunde liegenden Zusammenhänge und Lösungsstrategien erarbeitet werden, findet die praktische Umsetzung in Ihrem Alltag, d.h. zwischen den einzelnen Therapiesitzungen statt. Zu diesem Zweck werden Sie angeregt, praktische Übungen und therapeutische Empfehlungen umzusetzen oder Neues auszuprobieren. Verhaltensexperimente in der Therapiestunde helfen Ihnen dabei diese neuen oder wieder entdeckten Verhaltensweisen vorzubereiten und sie nachfolgend zu Hause auszuprobieren.

Brauche ich eine Überweisung von meinem Hausarzt?

Nein. Sie können direkt mit uns Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren.

Wie lange dauert eine Therapie?

Grundsätzlich gilt: So kurz wie möglich und so lange wie nötig. Das heisst, die Dauer der Therapie ist individuell sehr unterschiedlich und wird u. a. von Ihnen und den von Ihnen angestrebten Therapiezielen mitbestimmt. Die Therapiedauer ist zusätzlich abhängig von der Schwere der psychischen Probleme und davon, wie gut es Ihnen gelingt, die in der Therapie erarbeiteten Veränderungsmöglichkeiten im Alltag umzusetzen oder anzuwenden.

Manchmal reicht eine kurze Beratung oder Krisenintervention von wenigen Stunden aus. Eine "richtige" Psychotherapie dauert aber in der Regel zwischen einigen Monaten bis zu zwei Jahren.

Eine Psychotherapie zu beginnen, ist recht einfach. Im Folgenden erfahren Sie unter welchen Rahmenbedingungen Sie unser Angebot wahrnehmen können.

Wie läuft eine Psychotherapie formal ab?

Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Sobald wir einen freien Therapieplatz haben, bieten wir Ihnen ein Erstgespräch an, bei dem Sie die Möglichkeit haben, Ihren/Ihre Therapeut/in kennen zu lernen, Ihr Anliegen zu schildern und Weiteres über mögliche Behandlungsangebote zu erfahren. Bringen Sie zu diesem Termin Ihre Versichertenkarte mit wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse sind. Für Privatpatienten wird das Gespräch gemäß der Gebührenordnung für Ärzte/ Psychotherapeuten (GOÄ/ GOP) in Rechnung gestellt.

Am Ende des ersten Gespräches, erfolgt eine erste Einschätzung, ob weitere Gespräche notwendig sind, um bspw. die eine Diagnose zu sichern. Gegebenenfalls werden weitere Vorgespräche vereinbart, in denen die oder der jeweilige Therapeut/in eine differenzierte diagnostische Einschätzung Ihrer Erkrankung vornimmt und prüft, ob eine Psychotherapie indiziert ist. Sowohl Sie selbst als auch der Therapeut können in dieser Phase prüfen, ob eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist. Wenn dies für beide Seiten zutrifft, kann die Entscheidung zu einem Antrag auf Psychotherapie getroffen werden.

Vor Beginn der Psychotherapie muss eine ärztliche Abklärung erfolgen, ob Ihre Symptome nicht etwa überwiegend körperlich bedingt sind bzw. eine ärztliche Mitbehandlung erforderlich ist (z. B. Kontrolle des Spiegels der Schilddrüsenhormone) oder Kontraindikationen bestehen. Dies erfolgt über ein Formular (Konsiliarbericht), welches Sie von uns erhalten. Sie können diese Abklärung durch Ihren Hausarzt bzw. Kinderarzt machen lassen. Wenn dieser Sie gut kennt, reicht oft eine Unterschrift ohne erneute Untersuchung.

Der Antrag an die Krankenkasse

Gemeinsam mit Ihnen stellen wir einen Antrag auf Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse.

Bei Privatbehandlungen sollten Sie bereits vor oder spätestens nach dem ersten Beratungsgespräch mit Ihrer Krankenversicherung bzw. Beihilfestelle Kontakt aufnehmen und klären, mit welchen Versicherungsleistungen Sie rechnen können.

Neben dem Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse werden wir mit Ihnen eine Vereinbarung über die gemeinsame Zusammenarbeit für die Behandlung treffen. Diese Vereinbarung kann organisatorische aber auch inhaltliche Aspekte enthalten.

Die Behandlung kann beginnen, sobald die Bewilligung von Ihrer Krankenkasse bzw. die Zusage zur Kostenübernahme Ihrer privaten Krankenversicherung bzw. Beihilfestelle vorliegt. Auf Ihr eigenes Risiko kann die Therapie auch direkt begonnen werden, also ohne dass wir auf die Bewilligung Ihrer Krankenkasse oder auf die Zusage Ihrer privaten Krankenversicherung bzw. Beihilfestelle warten.

Daran schließt sich die eigentliche Therapiephase an, bei der direkt an Ihrer Problematik gearbeitet wird. Die Einzelsitzungen in der Therapiephase dauern 50 Minuten, die Gruppensitzungen meist 100 Minuten und finden in der Regel einem wöchentlichen Rhythmus statt. In Abhängigkeit von der Problematik und der aktuellen Arbeit in der Therapie werden eventuell andere terminliche Vereinbarungen getroffen. So können z. B. Übungen auch länger dauern.

Wer übernimmt die Kosten einer Psychotherapie?

Die Kosten für die psychotherapeutische Behandlung von allen gesetzlichen Krankenkassen nach vorherigem Antrag vollständig übernommen.

Auch bei den Privatkassen und Beihilfen ist eine Kostenübernahme in der Regel problemlos möglich.

Allerdings gibt es einige private Tarife, welche nur Basisleistungen vorsehen. Gelegentlich ist hier die Psychotherapie als Leistung generell ausgeschlossen. Auch ist der gewährte Leistungsumfang in jedem Tarif unterschiedlich. Mal werden nur 20 Sitzungen pro Kalenderjahr von der Kasse erstattet, mal ist die Sitzungsanzahl unbegrenzt.

Bei einigen Kassen muss nach den probatorischen Sitzungen ein Therapieantrag für die Leistungszusage gestellt werden, bei anderen Kassen reicht die Rechnungsstellung durch den behandelnden Psychotherapeuten. Erkundigen Sie sich deshalb bitte bei Ihrer privaten Krankenkasse über die notwendigen Regelungen und Formalitäten bei der Inanspruchnahme einer Verhaltenstherapie durch einen Psychologischen Psychotherapeuten.

Wie Sie es als privat versicherter Patient gewohnt sind, geht unsere Rechnung direkt an Sie und die Erstattung durch Ihre Versicherung oder die Beihilfestelle liegt in Ihrer Verantwortung.

Nebenwirkungen

Wie bei anderen Behandlungen können auch bei einer Psychotherapie Wirkungen auftreten, die nicht beabsichtigt und nachteilig sind. Die psychischen Beschwerden können sich zunächst verstärken oder Spannungen zwischen Ihnen und ihrem Umfeld können kurzfristig zunehmen. Insgesamt sind die Nebenwirkungen einer Psychotherapie bisher nur wenig untersucht.

Eine Psychotherapie kann jederzeit beendet werden. Psychotherapeuten respektieren eine solche Entscheidung. Es ist auch möglich den Therapeuten zu wechseln. Beides sollte mit dem Therapeuten besprochen werden.

Werden Medikamente verschrieben?


Nein, es werden grundsätzlich keine Medikamente verschrieben. In vielen Fällen ist es nicht sinnvoll oder sogar kontraindiziert, Medikamente zu nehmen. In anderen Fällen ist hingegen neben der Psychotherapie der Einsatz von Medikamenten ratsam und sinnvoll. Bei einer Kombinationstherapie kooperieren wir eng mit anderen Fachärzten und Allgemeinmedizinern.

Besteht eine Schweigepflicht für den Psychotherapeuten?

Ja. Psychotherapeuten sind gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet und dürfen keine Informationen weitergeben, wenn Sie als Patient das nicht möchten. Diese Schweigepflicht bezieht sich auch auf ihre Familienangehörigen und ihren Arbeitgeber.

Nur mit Ihrer Zustimmung dürfen Informationen an Dritte weitergegeben werden. Auch die Krankenkasse hat keinen Zugriff auf die Inhalte der Behandlung. Die Krankenkasse erfährt für den Antrag lediglich die Diagnose. Der Hausarzt oder der überweisende Facharzt erhält nur nach ausdrücklicher schriftlicher Schweigepflichtsentbindung einen Bericht vom Psychotherapeuten mit Befund und Diagnose.

Für Eltern: Braucht mein Kind therapeutische Hilfe?

Häufige seelische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen sind dauerhafte Stimmungsveränderungen aufgrund belastender Erlebnisse (Anpassungsstörungen), übergroße und wiederholte Angst und Furcht, zum Beispiel vor anderen Menschen oder Situationen (Angststörung), ständige Schwierigkeiten sich einzuordnen oder aggressives Verhalten (Störungen des Sozialverhaltens), überdurchschnittliche Unruhe und Ablenkbarkeit (insbesondere ADHS), ständige Gefühle der Bedrängnis und Niedergeschlagenheit sowie düstere und lebensmüde Stimmungen (Depressionen) und dauerhaft zu geringes oder übermäßiges Essen (Magersucht, Ess-Brech- Sucht, Fettleibigkeit).

In der Übersicht finden Sie Beschwerden, die Anlässe für ein Gespräch sein könnten:

  • Schlafstörungen
  • Schrei-, Schlaf- und Fütterprobleme (beim Säugling)
  • spät sprechen lernen, trocken oder sauber werden
  • Ungeschicklichkeit
  • Gefühle von Anspannung oder Angst
  • Niedergeschlagenheit, Traurigkeit
  • Rückzug von anderen, Kontakt- oder Beziehungsprobleme
  • Selbstwertzweifel
  • Belastende oder traumatische Erlebnisse
  • körperliche Beschwerden, z. B. Bauch- oder Kopfschmerzen ohne organischen Befund
  • chronische Erkrankungen wie Asthma oder Diabetes
  • anhaltende Unruhe und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Konzentrations-, Lern- und Arbeitsstörungen
  • aggressives, verweigerndes und aufsässiges Verhalten
  • Neurodermitis, die zur seelischen Belastung wird
  • quälende, wiederkehrende Gedanken oder Handlungen und Ticks
  • Ausreißen, Schule schwänzen, stehlen und lügen
  • selbstverletzendes Verhalten
  • Gedanken, sich umzubringen
  • Essstörungen
  • starkes Verlangen (Sucht) zum Beispiel nach Alkohol, Medikamenten, Drogen, Internet

Falls Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie einfach vertrauensvoll bei uns nach.

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